Microsoft Teams ist in vielen Unternehmen bereits die zentrale Kommunikationsplattform — für Chat, Meetings, Dateiablage und Zusammenarbeit. Was viele nicht wissen: Teams kann auch vollständig die klassische Telefonanlage ersetzen. Das Stichwort heißt Teams Phone — und der Weg dahin führt entweder über Direct Routing oder Operator Connect.

Was ist Teams Phone?

Teams Phone (früher „Phone System" oder „Cloud PBX") ist ein Add-on zur Microsoft 365-Lizenz das Teams um vollständige Telefoniefunktionen erweitert: externe Rufnummern, Warteschleifen, Auto-Attendant, Voicemail, Call Recording und Mobile-App-Telefonie — alles direkt in Teams.

Das Ergebnis: Mitarbeitende telefonieren von ihrem Teams-Client aus, egal ob am PC, Mac, Tablet oder Smartphone. Eine separate Telefonanlage ist nicht mehr notwendig.

Direct Routing vs. Operator Connect — der Unterschied

Direct Routing
  • Verbindung über eigenen Session Border Controller (SBC)
  • Maximale Flexibilität bei Carrier-Wahl und Konfiguration
  • Volle Kontrolle über Routing-Regeln und Dial-Plans
  • Erfordert SBC-Infrastruktur (Cloud oder On-Premise)
  • Höherer Setup-Aufwand, mehr IT-Kompetenz nötig
  • Geeignet für komplexe Anforderungen und größere Unternehmen
Empfohlen ab ~100 Nutzern oder komplexen Anforderungen
Operator Connect
  • Carrier stellt Verbindung direkt im Teams Admin Center bereit
  • Keine eigene SBC-Infrastruktur notwendig
  • Einfachere Einrichtung und Verwaltung
  • Weniger IT-Ressourcen erforderlich
  • Rufnummernportierung über Admin Center
In der Praxis oft für sehr kleine, einfache Setups gewählt

Was Telefux tatsächlich einsetzt: Die obige Gegenüberstellung beschreibt beide am Markt existierenden Wege allgemein. Telefux implementiert ausschließlich NFON Direct Routing — nicht Operator Connect. Grund: bessere NFON-Integration und mehr Flexibilität bei Routing und Konfiguration. Alle folgenden Ablauf- und Kostenangaben in diesem Artikel beziehen sich auf unseren Direct-Routing-Ansatz.

Voraussetzungen für Teams Phone

Folgendes müssen Sie mitbringen:

Wichtig zur Lizenzierung: Nicht jeder Nutzer braucht Teams Phone. Oft reicht es, 30–50 % der Mitarbeitenden mit Telefoniefunktion auszustatten — den Rest erreichbar zu machen reicht über Callforward oder Mobile App. Wir analysieren welche Kombination für Ihre Nutzerzahl wirtschaftlich ist.

So läuft eine Teams Phone Implementierung ab

01

Lizenzanalyse

Welche M365-Lizenzen sind vorhanden? Wer braucht Teams Phone? Kosteneffizienter Weg zur richtigen Lizenzstruktur.

02

Carrier-Anbindung (NFON Direct Routing)

SBC-Konfiguration über den NFON Session Border Controller. Rufnummernportierung planen und beauftragen.

03

Dial Plan & Routing Design

Nummernplan, Warteschleifen, Auto-Attendant, Öffnungszeiten-Routing, Voicemail-Konfiguration.

04

Test & Go-Live

Parallelbetrieb mit bestehender Anlage, Nutzerschulung, Cut-Over-Tag mit persönlicher Begleitung.

05

Laufender Betrieb

Neue Mitarbeiter, Nummernplan-Änderungen, Konfigurationsanpassungen — persönlicher Ansprechpartner statt anonymem Callcenter.

Was kostet Teams Phone in der Praxis?

Die Gesamtkosten setzen sich bei unserem NFON-Direct-Routing-Ansatz aus zwei unabhängigen Teilen zusammen:

Da die Kanalzahl von Ihrem tatsächlichen gleichzeitigen Gesprächsaufkommen abhängt (nicht 1:1 von der Nutzerzahl), lässt sich ein pauschaler Gesamtpreis pro Unternehmensgröße hier nicht seriös angeben — das ermitteln wir im Architekturgespräch anhand Ihres Anrufaufkommens.

Weiterführend: Was kostet Cloud-Telefonie wirklich? — vollständige Kostenübersicht mit Vergleichskalkulationen.